Programmhöhepunkte

10.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Spendenlauf, Start und Ziel: Steintor

10 bis 16.30 Uhr
Kleine Zeitungen an den Ständen,
Kaffee, Grillen, Getränke

In der Stadthalle
11 Uhr bis 12.30 Uhr
Chancen und Risiken für Kuba
Vortrag mit anschließender Diskussion
Referent: Jörg Rückmann, Cuba sí, Arbeitsgemeinschaft der LINKEN

Auf der Bühne
10 Uhr Eröffnung
André Stahl, Bürgermeister der Stadt Bernau sowie Dagmar Enkelmann, Stadtverordnete (LINKE), eröffnen das „Pressefest“.
Nachfolgend Talks mit Prominenten und Musik

Ganztags
Angebote für Kinder vor der Stadthalle:
Kinderschminken, Fingertattoos, Malen, Popcorn u.v.m.

„Autorengala“ zum Pressefest
19 Uhr, Stadthalle
u. a. mit Klaus Feldmann, Hans-Dieter Schütt, Tanja Dückers. Vor, nach und während der Lesungen gab es Rock-Musik der Gruppe blank.

 

Pressefest kleiner Zeitungen am 15. Juli in Bernau

Buntes Programm aus Sport, Kultur und Politik

Rund um das Bernauer Steintor war wieder einmal viel los.
Harald Petzold spielte mit seine Band "manifest".

Es war ein Erfolg im letzten Jahr, die Neuauflage des früheren „Pressefestes der kleinen Zeitungen“. Und so luden die Barnimer LINKE, die Landesarbeitsgemeinschaft „Rote Reporter“ der LINKEN sowie die Buchhandlung „Schatzinsel“ und die Tageszeitung „neues deutschland“ auch in diesem Jahr wieder zu diesem Fest ein. Am 15. Juli fand es von 10 bis 17.30 Uhr rund um das Steintor statt; und am Abend lockte wieder ein schönes Kulturprogramm in die Stadthalle.

Das bunte Tagesprogramm aus Sport, Kultur und Politik wurde in diesem Jahr noch aufgestockt. So gab es parallel zum Open Air-Fest insgesamt verschiedene Programme in der Stadthalle Bernau, darunter einen aktuellen Bildvortrag zu Kuba, organisiert von Cuba sì Bernau.

Der im letzten Jahr erstmals organisierte Spendenlauf soll zu einer Tradition werden und leitete auch das diesjährige Pressefest ein. Von 10.30 Uhr bis 11.30 Uhr gingen 62 Sportlerinnen und Sportler auf den etwa 420 Meter langen Rundkurs vom Steintor entlang der Stadtmauer und des Schwanenteiches. Den Startschuss gab Marianne Buggenhagen, eine der erfolgreichsten Leichtathletin Brandenburgs. Für fast 600 absolvierte Runden wurden 610,90 Euro erlaufen, die für Ferienangebote des gemeinnützigen Vereins „Eltern helfen Eltern Bernau e.V.“ eingesetzt werden. 513 € davon wurden durch Dagmar Enkelmann und den beiden Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig und Ralf Christoffers gespendet. Dafür bedankte sich der Verein noch einmal herzlich bei allen Läufern und Spendern.

Über den ganzen Tag fanden politische Talks, unter anderem mit dem Bundestagsabgeordneten Harald Petzold und der Bundestagskandidatin Kerstin Kühn, statt. Die Programm-Höhepunkte finden Sie in der rechten Spalte.

Weitere Infos unter www.kleinezeitungen.de/de/topic/382.ausgabe-vom-15-juli-2017.html
(Fotos: F. Müller)

 

25. Juli 2017

„Die LINKE ist beharrlich!“

Kerstin Kühn und Harald Petzold stellten sich auf dem Podium den Fragen von D. Enkelmann.

Die beiden Bundestagskandidaten der LINKEN, Kerstin Kühn (Wahlkreis 59, Niederbarnim/Märkisch Oderland) und Harald Petzold (Wahlkreis 58, Oberhavel/Havelland II) wurden von Dagmar Enkelmann vorgestellt. Beide wollen in ihren Wahlkreisen das Direktmandat gewinnen – mit Mut und Entschlossenheit.

„LINKS wirkt! Und das nicht zum ersten Mal“, erklärte Harald Petzold, der seit 2013 mit der Linksfraktion im Bundestag für eine demokratische Medienpolitik und für die Gleichberechtigung aller Lebensweisen eintritt. Anfang Juli 2017 habe er persönlich seinen größten Erfolg erlebt, so Petzold. Die Durchsetzung der Ehe für alle. „28 Debatten haben wir dazu im Bundestag geführt. Und wir wurden nie müde, immer wieder die große Koalition aufzufordern, endlich die Beratung und Abstimmung der Anträge für die Eheöffnung anzugehen. Wir haben seit 2013, dem Jahr als DIE LINKE den ersten Gesetzentwurf für die ‚Ehe für alle‘ einreichte, der dreist-beharrlichen Blockadehaltung von CDU/CSU und SPD getrotzt und immer wieder im Bundestag und in der Öffentlichkeit die Debatte am Laufen gehalten. Schließlich zogen 2015 die Grünen und 2016 der Bundesrat nach“, so Petzold.
Deshalb mache es Sinn, die LINKE zu wählen, erläuterte Petzold. „Und sagen Sie es Ihren Nachbarn und Freunden“, fügte er hinzu. Ohne Druck der LINKEN gäbe es bis heute keinen Mindestlohn, keine – wenn auch sehr späte und unzureichende – Angleichung der Rentenwerte Ost und West. Die Beharrlichkeit und der Mut der LINKEN, soziale Themen immer und immer wieder auf die Tagesordnung zu setzen, zahle sich letztendlich aus. Denn es bleibt noch viel zu tun.

„Wir werden noch dicke Bretter bohren müssen“, unterstreicht Kerstin Kühn. „Keine Partei – außer unserer – kämpft so energisch für eine solidarische Kranken- und Rentenversicherung, in die alle einzahlen. Das fordern auch andere Parteien, aber keiner außer uns sagt, wo das Geld dafür herkommen soll: Nämlich aus einer gerechten Besteuerung der Einkommens- und Vermögensmillionäre sowie der Finanzjongleure an den Börsen“, fügt sie hinzu. „Ich werde mich im Bundestag dafür einsetzen, dass wir eine solidarische Mindestrente von 1050 Euro bekommen, um drohende Altersarmut zu verhindern. Um Armut trotz Arbeit zu verringern, ist der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde anzuheben. Um Leiharbeit einzuschränken, muss das Prinzip 'Gleicher Lohn für gleiche Arbeit' ohne Ausnahme gelten. Befristungen von Arbeitsverträgen ohne sachlichen Grund müssen abgeschafft, Hartz IV durch eine soziale Mindestsicherung ersetzt werden. Die Millionen Alleinerziehenden und Solo-Selbständigen brauchen dringend eine soziale Absicherung. Mehr Personal und bessere Bezahlung für die Pflegeberufe, in denen viele Frauen arbeiten. Das sind die Themen, für die ich mich im Bundestag einsetzen werde“, so Kerstin Kühn. Und als Rechtsanwältin, die für ihre Klienten seit Jahren für soziale Rechte streitet, fügt sie hinzu: „Das Bürgerliche Gesetzbuch muss dringend reformiert und an die heutige Lebenswirklichkeit angepasst werden.“

Margot Ziemann

25. Juli 2017

„Kleine Zeitungen“ in Bernau

Gastbeitrag von Frithjof Newiak, LAG Rote Reporter

Spannend war auch die Diskussion mit Klaus Feldmann und Tom Strohschneider zum Thema "Journalismus und öffentliche Meinung".
Das Fest bot auch viele Gelegenheiten zum Meinungsaustausch.

Am 15.07.17 fand wieder das Pressefest der Brandenburger „Kleinen Zeitungen“ in Bernau statt, an dem sich neun „Kleine Zeitungen“ beteiligten. Ein buntes politisch-kulturelles Programm bot Unterhaltung und Information für Jung und Alt.

Da haben sich die Barnimer GenossInnen wieder ins Zeug gelegt und ein tolles Pressefestprogramm auf die Beine gestellt. Es gelang wieder viele Interessante GesprächspartnerInnen zu gewinnen. Nach der Begrüßung durch den Bernauer Bürgermeister André Stahl (DIE LINKE) führte Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung, durch das Programm und interviewte Ralf Christoffers, Fraktionsvorsitzender der Brandenburger LINKEN, der hier ein Heimspiel hatte, aber auch Diana Golze, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Marianne Buggenhagen, Deutschlands erfolgreichste Leichtathletin und Buchautorin, Tom Strohschneider, Chefredakteur des „Neuen Deutschland“, Klaus Feldmann, Nachrichtensprecher der „Aktuellen Kamera“ und Buchautor, den Bundestagsabgeordneten Harald Petzold und Kerstin Kühn, Bundestagskandidatin der Barnimer LINKEN. Das Spektrum der Themen reichte von Barrierefreiheit im Alltag, über Informationspolitik, G 20, Industrie 4.0, Bildung, Rüstung, Armut bis hin zur sozialen Gerechtigkeit oder der Bundestagswahl.

Beim traditionellen Spendenlauf nahmen über 60 Läuferinnen und Läufer teil, darunter viele Kinder und Jugendliche, die von Marianne Buggenhagen mit Medaillen aus ihrer sehr umfangreichen Sammlung prämiert wurden. Der Lauf erbrachte über 600 €, die dem „Eltern helfen Eltern Bernau e.V.“ zu Gute kommen. Zusätzlich gingen insgesamt 513 € an regionale Sportvereine, gemeinschaftlich gespendet von Margitta Mächtig, Dagmar Enkelmann und Ralf Christoffers. Der Verein wie auch „Cuba si“, „Rosa-Luxemburg-Stiftung“, „Neues Deutschland“, „Volkssolidarität“ und natürlich die „Roten Reporter“ waren mit einem Infostand vertreten. Die Roten Reporter hatten sich die Aufgabe gestellt, eine Zeitung während des Pressefestes für die BesucherInnen zu gestalten, um ihnen eine Erinnerung mit nach Hause geben zu können.

Es wurden auch Unterschriften für die Aktion: „Büchel ist überall! Atomwaffenfrei.jetzt“ gesammelt, geht es doch darum, statt Atomwaffen zu modernisieren, sie zu ächten und das weltweit.

Abschließender Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe „manifest“, die sich der Interpretation von Klezmer-Musik verschrieben hat, in Verbindung mit dem Zeigen der „Roten Karte“ durch die BesucherInnen des Pressefestes gerichtet an die AfD, die in der Nachbarschaft agierte.

Das war das zweite Pressefest der neuen Serie - jetzt kann man gespannt sein, was das Pressefest 2018 bieten wird. Das sollte Ansporn für die übrigen Zeitungen sein, sich im nächsten Jahr ebenfalls zu präsentieren.