Aus der Rede der Fraktionsvorsitzenden Margitta Mächtig
Es geht nicht um die Frage, ob wir das HOKAWE kaufen wollen oder nicht, sondern um die Frage, ob wir als Landkreis es als Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge sehen, ein HOKAWE zu erwerben, welches der EWE zu deren Preisdiktat Wärme liefert.
Es geht um die Frage, ob wir es für wirtschaftlich, ökologisch und finanziell für geboten halten darüber nachzudenken, ob diese Investition in das Konzept des Landkreises ErneuerBar passt oder nicht.
Die ökologischen Grundüberlegungen zum notwendigen Holzbedarf und damit verbundenen Transportwege wie Nutzungsumfang von Holz sagt uns mehrheitlich NEIN
Der Investitionsbedarf des HOKAWE ist allein aus ökologischer Sicht unvertretbar hoch, nicht zuletzt wegen der zunehmend notwendigen Transportwege des Holzes.
Wenn die Wirtschaftlichkeit des HOKAWE gegeben wäre, dann gäbe es mit Sicherheit wirtschaftliche Untenehmen, die sich hier für den Erwerb interessieren würden. Warum tut es der tatsächliche Nutznießer EWE nicht?
Was ist passiert in einem Landkreis, in dem die konservative wirtschaftsorientierte CDU einer Kommunalisierung zustimmt, DIE LINKE es jedoch ablehnt?
Ein Schelm, der arges dabei denkt.
Klarstellen will ich aber auch, wenn der energetische Wirtschaftskreislauf in seiner Gänze in den Händen der Kommune läge und ein Energieträgermix realisierbar. Dann stände die Frage anders, weil dann kein gewinnorientiertes Großunternehmen das Recht des Preisdiktates hätte.
Unser Vorschlag also: Überprüfung der Möglichkeiten der Stadtwerke Bernau und der Errichtung weiterer Stadtwerke zur Übernahme einer eigenproduzierten und vertriebenen Energieversorgung und Entwicklung des Konzeptes für einen Energiemix.