4. November 2015

Wie weiter mit dem Familiengarten?

Was soll aus dem Familiengarten in Eberswalde nach 2017 werden? Es war die Bereitschaft u.a. der Stadtfraktion DIE LINKE den geordneten Weiterbetrieb des ehemaligen LAGA–Geländes mit Haushaltsmitteln zu unterstützen. Wir haben im Haushalt sogar mehr Geld bereitstellen wollen als die Verwaltung für den Erhalt vorgesehen hatte. Schon in Vorbereitung der Gartenschau war es wichtig geschichtsträchtige Gebäude zu erhalten. Hier sind  u. a. das Blechenhaus und die Nagelfabrik zu nennen. Gleichzeitig stand immer die Frage im Raum: Was wird aus dem Familiengarten nach 2017?

Die Stadt hat aus Fördermittelgründen eine Bindefrist bis zum 31.12.2017. Jetzt wollen Stadtverordnete eine Arbeitsgruppe zum Zustand und der Zukunft des FG ins Leben rufen. Soll es das Ziel sein, den FG „abzuwickeln“? Zum Glück: NEIN. Es wird jedoch von einem defizitärem Zustand gesprochen. Viel Geld fließt immer wieder aus Haushaltsmitteln in den Verein Mühle e.V., in Sportvereine wie FV Preußen. Und dies, obwohl die Vereine nicht für die Bevölkerungsmehrheit und Gäste stehen. Von auswärtigen Gästen, die den Familiengarten immer wieder besuchen, will ich hier nicht reden. Die Inthronisierung der AG halten wir in der von der CDU–Fraktion geforderten Weise für falsch. Es ist die Aufgabe der Stadtverwaltung den Stadtverordneten dazu Vorschläge zu unterbreiten. Eine Vermengung zwischen Verwaltung und politischem Gremium halten wir für nicht zielführend. Eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema gibt es in der Stadtverwaltung schon.

Im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt wurde am 06.10.15 sehr engagiert dazu diskutiert. Es kamen Fragen auf wie weiter mit dem Familiengarten, ist eine Verkleinerung der Fläche möglich, können dort Wohnbauprojekte starten, was wird aus der Bühne und darum und anderes mehr. Zu einer Wohnbebauung müsste jedoch die Bauleitplanung geändert werden. Gut fand ich auch einen Workshop dazu zu organisieren. Das hat in der Vergangenheit Anklang gefunden und viele Ideen bei Projekten gebracht, auch wenn nicht alle Ideen umgesetzt werden konnten. Gar nicht auszudenken, was passiert, wenn der Familiengarten einmal ohne Zaun sein sollte. Er könnte zur Abfall- und Mülldeponie von Uneinsichtigen am Finowkanal werden und das wollen wir als LINKE nicht.

Hans Jürgen Müller
Sachkundiger Einwohner im Ausschuss Bau, Planung Umwelt