21. April 2011

DIE LINKE vor Ort

Unsere Genossen waren als Ordner und Mitorganisatoren des Straßenfestes der Lieken-Belegschaft aktiv, so F. Müller (Mitte) und T. Sohn (rechts), beide Mitglieder des Kreisvorstandes der LINKEN.
Wirtschaftsminister R. Christoffers, MdL, (rechts) im Gespräch mit dem Betreibsratsvorsitzenden des Bernauer Werkes F. Przyborowski.
Panketals Bürgermeister R. Fornell (SPD) (Mitte) am Infostand der LINKEN. Der BO-Sprecher Lothar Gierke (rechts), die Kreistagsabgeordnete E. Schmidt (2. v. r.) und die Fraktionsvorsitzende in der Gemeindevertretung Ch. Zillmann informieren über das Forum Zukunftsgestaltung.

Am 16. April wurden die Protestaktionen der Beschäftigten der LIEKEN-Großbäckerei gegen die geplante Schließung des Werkes in Bernau mit einem Straßenfest fortgesetzt. Dass es dazu kam, war auch den Bernauer Genossen der LINKEN zu verdanken, die im Vorfeld mit dem Betriebsrat bzw. der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten über weitere Kampfmaßnahmen berieten und letztlich nicht nur das Straßenfest anmeldeten, sondern auch Ordner stellten und bei der Organisation tatkräftig halfen. So steuerten sie auch eine Hüpfburg bei, die für viel Spaß bei den Kleinen sorgte.

Die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Stadtfraktion der LINKEN Dagmar Enkelmann überbrachte solidarische Grüße an die Mitarbeiter des Bernauer LIEKEN-Werkes und forderte die Unternehmensführung auf, den Schließungsbeschluss zu überdenken. In ihrer kurzen Ansprache sprach sie sich dafür aus, dass bei drohenden Werksschließungen die Belegschaften die Möglichkeit erhalten sollten, die Betriebsstätten in Eigenverantwortung zu übernehmen. In der Zwischenzeit hat sie diese Idee in einer Presseerklärung weiter präzisiert.

Auch der Brandenburgische Wirtschaftsminister und Landtagsabgeordnete der LINKEN Ralf Christoffers ließ es sich nicht nehmen, seine Solidarität mit den von Arbeitslosigkeit bedrohten Lieken-Mitarbeitern persönlich vor Ort zum Ausdruck zu bringen. Er führte u. a. ein längeres Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden F. Przyborowski, um sich über die aktuelle Situation zu erkundigen und Möglichkeiten der Unterstützung seitens seines Ministeriums für den Standort auszuloten. Wie er mitteilte, steht das Wirtschaftsministerium mit Vertretern der Gewerkschaft NGG, des Unternehmens und der Stadt Bernau in Kontakt. Die Gespräche werden fortgeführt, um eine Lösung zu finden.

Zuvor hatte Ralf Christoffers das 2. Rathausfest in Panketal besucht, wobei er auch u. a. mit dem Panketaler Bürgermeister R. Fornell ins Gespräch kam. Bei einem bunten Programm für Groß und Klein, das für kurzweilige Unterhaltung sorgte, präsentierte sich nicht nur die Verwaltung der Gemeinde, sondern auch zahlreiche Vereine, Arbeits- und Interessengemeinschaften sowie die wichtigsten Parteien. So hatten auch die Genossen der Panketaler Basisorganisation einen Infostand eröffnet, um über ihre Arbeit in der Gemeindevertretung zu berichten sowie Unterschriften für den Bau eines Radweges entlang der L200 zwischen Schwanebeck und Bernau – ein seit langem verfolgtes Anliegen – und gegen die Schließung des Lieken-Werkes in Bernau zu sammeln. Zudem präsentierten sie eine neue Initiative: Das „Forum Zukunftsgestaltung“. Dabei geht es darum, Ideen und Vorschläge der Bürger zu sammeln, um der Entwicklung des Ortes neue Impulse zu verleihen. Dazu wurden Flyer gedruckt, die zum Mitmachen auffordern. Antworten auf die dabei gestellten Fragen können übrigens auch im Bürgerbüro von Ralf Christoffers abgegeben werden. Nähere Informationen sind der Homepage der Panketaler LINKEN zu entnehmen.

Das Fazit dieses bewegenden Tages: DIE LINKE lebt vor Ort, sucht und findet den Kontakt zu den Bürgern, ungeachtet der momentan auf Bundesebene ausgefochtenen Querelen um das Format der Partei.
W. Kraffczyk


Fleißig wurden auch Unterschriften für einen Radweg entlang der L200 gesammelt.
Ralf Christoffers besuchte mit Ch. Zillmann auch den Infostand der SPD.
21. April 2011

Kampf um Lieken auch in Düsseldorf

Am 13. April hatten 40 Mitarbeiter der Großbäckerei Lieken-Bernau ihren Protest gegen die Schließung des Werkes vor der Konzernzentrale in Düsseldorf zum Ausdruck gebracht. Dabei wurden der Konzernspitze rund 17.000 Unterschriften gegen die geplante Abwicklung des Standortes Bernau übergeben, darunter mehr als 12.000 aus Bernau. Auch hier war die Barnimer LINKE mit ihrem stellv. Kreisvorsitzenden Rainer Heenemann mit vor Ort.

Protestkundgebung vor der Konzernzentrale in Düsseldorf. (Foto: Uwe Maier)
Mit dabei: Rainer Heenemann (Mitte) (Foto: Rainer Heenemann)
10. März 2011

„Brot aus der Region – für die Region!“

Margot Ziemann (l.) und Burkhard Seeger (m.), beide Mitglied der Stadtfraktion der LINKEN in Bernau, und Sebastian Walter, Kreisvorsitzender, gehörten wie viele weitere Mitglieder der LINKEN zu den Teilnehmern der Protestkundgebung.

Mit dieser Forderung protestierten über 100 Mitarbeiter der Lieken-Großbäckerei, Mitglieder der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Vertreter politischer Parteien, darunter die Barnimer LINKE, und Bürger der Stadt Bernau gegen die angekündigte Schließung des Werkes an der Zepernicker Chaussee. Fahnen, Transparente, Trillerpfeifen sowie Tröten der Teilnehmer der Protestkundgebung machten auf die prekäre Situation der rund 200 Mitarbeiter aufmerksam, die in wenigen Wochen ihre Arbeit verlieren sollen. Und das alles, „nur weil die Konzernleitung Profite vor die Interessen ihrer Beschäftigten stellt“, urteilte der Kreisvorsitzende der LINKEN Sebastian Walter.

Auch die Landesregierung erklärte in Person des Arbeits- und Sozialministers G. Baaske ihre Solidarität mit den Lieken-Beschäftigten. In seiner Ansprache betonte er, dass dort produziert werden sollte, wo auch konsumiert wird. Die Landtagsabgeordnete der LINKEN Margitta Mächtig erinnerte an das Gebot des Grundgesetzes, dass „Eigentum verpflichtet“ und bezweifelte den Sinn, einen Produktionsstandort gegen einen anderen aufzugeben.

Gewerkschaftsvertreter sowie ein Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat des Unternehmens kündigten an, ab nächste Woche vor allen Lieken-Werken Mahnwachen zu organisieren. Man wolle nicht zulassen, dass die Unternehmensführung die Belegschaften untereinander ausspielt. DIE LINKE, so Sebastian Walter, wird diesen Kampf solidarisch weiter begleiten.

In einer Pressemitteilung vom 7. März hatte Walter erklärt:

"Der Vorstand der Lieken AG hat den Beschluss gefasst, den Standort Bernau zu schließen und damit 200 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. DIE LINKE.Barnim solidarisiert sich mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern am Bernauer Standort und wird sich dem Protest anschließen.
DIE LINKE.Barnim ruft alle Menschen dazu auf, sich der Protestkundgebung der Gewerkschaft NGG ... anzuschließen und deutlich zu machen, dass diese Schließung nicht einfach so ohne Protest der ganzen Region gemacht werden kann. Es geht hier schließlich um 200 Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren sollen, nur weil die Konzernleitung Profite vor die Interessen ihrer Beschäftigten stellt. Diese Werksschließung betrifft die gesamte Region und nicht nur Bernau!"

W. Kraffczyk