5. September 2011

17. Panketaler Gespräch im Zeichen der Bürgermeisterwahlen

Christel Zillmann, Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der Gemeindevertretung, eröffnete und moderierte den Abend.
Dagmar Enkelmann, MdB und Fraktionsvorsitzende in Bernau, plädierte für eine bessere Kooperation zwischen Panketal und Bernau.
Blick in den gut besetzten Versammlungsraum.
Panketals Bürgermeister R. Fornell kann sich ein gemeinsames Klärwerk mit Bernau vorstellen.

Rund 80 interessierte Bürger waren der Einladung der Panketaler LINKEN zur jüngsten Veranstaltung der traditionellen Diskussionsreihe am 31. August in die Mensa des Schulzentrums Zepernick gefolgt, um die Konzepte der Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 11. September kennenzulernen. Obwohl die örtliche LINKE bereits vor Wochen ihre prinzipielle Unterstützung für den jetzigen Amtsinhaber Rainer Fornell (SPD) bekundet hatte, wurden „Wahlprüfsteine“ ausgearbeitet, die die Erwartungen an den künftigen Amtsinhaber definieren. Allerdings erwies es sich letztlich als schwierig, diese Punkt für Punkt abzuarbeiten. Schnell geriet die Diskussion zu einem Frage- und Antwortspiel zwischen den Bürgern und den einzelnen Kandidaten über spezifische Sorgen und Probleme, die es Unentschlossenen wahrscheinlich nicht leichter machte, am Wahltag eine Entscheidung zu treffen.

So zeigte sich in einer ganzen Reihe von Fragen eine erstaunliche grundsätzliche Übereinstimmung zwischen den Wahlkämpfern, z. B. beim Thema Kooperation zwischen Panketal und Bernau. Dagmar Enkelmann, Bundestagsabgeordnete der LINKEN und Vorsitzende der Linksfraktion im Bernauer Stadtparlament, hatte in ihren einleitenden Ausführungen insbesondere auf die noch unerschlossenen Potenziale auf diesem Gebiet verwiesen. Gemeinsame Anstrengungen bei der kommunalen Daseinsvorsorge könnten zum gegenseitigen Nutzen gereichen, meinte sie mit Blick auf die Wasser- und Abwasserwirtschaft. Infrastruktur und ÖPNV, Tourismusentwicklung, Zusammenarbeit der Vereine und Selbsthilfegruppen waren in diesem Zusammenhang weitere Stichpunkte, die von den Bürgermeisterkandidaten in der Diskussion aufgenommen wurden. So befürwortete R. Fornell den Bau eines gemeinsamen Klärwerkes und Thomas Dyhr (Bündnis 90/Grüne) sprach sich für einen gemeinsamen Kommunalbetrieb und ein Verwaltungsabkommen mit Bernau aus. Zudem könne man gemeinsam mit Ahrensfelde und Werneuchen ein Schwimmbad realisieren. Christiane Herrmann (BVB/Freie Wähler) wiederum bemängelte die bislang fehlende gemeinsame Planungsabstimmung. Und auch die Einzelbewerberin Rose Schulze wünschte sich eine bessere Zusammenarbeit der Nachbarkommunen, insbesondere auf kulturellem Gebiet. Lediglich Dominik Przywara (unabhängiger Kandidat) dämpfte diesbezügliche Erwartungen mit dem Hinweis, dass zunächst die Ortsteile Zepernick und Schwanebeck enger zusammenwachsen müssten, was auch in Wortmeldungen einzelner Bürger zum Ausdruck gebracht wurde.

Weitgehend einig waren sich die Diskutanten auch hinsichtlich einer stärkeren Bürgerbeteiligung bei der weiteren Entwicklung des Ortes. Sie müsse bereits bei der Planung bestimmter Baumaßnahmen einsetzen und die Interessen der Betroffenen stärker berücksichtigen. Thomas Dyhr plädierte für mehr Bürgerbefragungen und Rose Schulze forderte, enger zusammen zu rücken und neue Ideen für den Ort zu entwickeln. Die in diesem Zusammenhang mehr oder weniger deutlich geäußerte Kritik an der bisherigen Politik des Amtsinhabers konterte dieser mit dem Hinweis auf die Verantwortung der Gemeindevertretung. Zugleich rief er die Bürger dazu auf, sich stärker einzubringen und „anlassunabhängig“ zu beteiligen.

Die Moderatorin des Abends Christel Zillmann, Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der Gemeindevertretung, unterstrich diesen Gedanken. Nur durch ein breites Miteinander könne der Ort voran gebracht werden. DIE LINKE werde auch den zukünftigen Bürgermeister konstruktiv und kritisch in seiner Arbeit zum Wohl der Bürger begleiten. Basissprecher Lothar Gierke erinnerte dabei an die von der LINKEN angestoßene Initiative „Forum Zukunftsgestaltung – Ideen für Panketal“, die darauf abzielt, Vorschläge für die Verbesserung der Lebensqualität in der Gemeinde zu sammeln. Der Abend war zweifellos dafür eine Fundgrube.

W.K.


24. August 2011

Wieder einige neue Straßenkilometer

Die Autorin des Beitrages (3.v.l) neben Panketals Bürgermeister R. Fornell bei der symbolischen Freigabe einer Straße.

Straßenbau ist auch in Panketal ein kontrovers und oftmals hochemotional diskutiertes Thema. Unsere Fraktion in der Gemeindevertretung hat sich wiederholt mit dem Ausbau des Panketaler Straßennetzes beschäftigt, konstruktive Vorschläge eingebracht und dabei  immer auch die sozialen Aspekte im Blick gehabt.

Es sei daran erinnert, dass vor allem DIE LINKE sich in der Gemeindevertretung nachdrücklich für sozial verträgliche Belastungen eingesetzt und erreicht hat, dass die Beteiligung der Bürger an den Kosten z.B. für Anliegerstraßen von 90  auf 80 Prozent begrenzt wurde.

Die Mehrheit in unserer Gemeinde will, dass die immer noch vorhandenen Buckelpisten  und die damit verbundene hohe Staubbelastung, Unfallgefahren usw. möglichst bald der Vergangenheit angehören und Straßen gebaut werden, die diesen Namen auch verdienen. Nachdem die zwangsläufig mit Bauarbeiten verbundenen Belastungen der unterschiedlichsten Art überstanden sind, erlebt man ein völlig verändertes Ortsbild.

Dies war auch die einhellige Meinung von Anwohnern, als am 16.August 2011 gleich fünf Straßen (Kolping-, Haupt-, Bergwald-, Sonnenschein- und Johannesstraße) im Wohngebiet Gehrenberge durch den Bürgermeister in Anwesenheit von Gemeindevertretern offiziell für den Verkehr freigegeben wurden. Gekommen waren auch zahlreiche Bewohner des Wohngebietes, die sich dieses Ereignis auf gar keinen Fall entgehen lassen wollten. Die  anwesenden Bürgerinnen und Bürgern hielten sich  ann auch mit ihrem Lob nicht zurück und sehen die neu gebauten Straßen auch als eine wohltuende Verbesserung ihrer Lebensqualität. Eine breite Zustimmung erfahren dabei auch die vieldiskutierten Gehwege in allen Anliegerstraßen. In den Anliegerwegen (Sackgassen) wurde auf Gehwege verzichtet, weil sich Bürger per Unterschriftenaktion dagegen ausgesprochen hatten. Nachdem die Vorteile für Senioren oder aber spielende Kinder offensichtlich sind, gibt es bereits erste Stimmen, die diese Entscheidung bedauern.

Wie an alles im Leben, muss man sich wohl auch nach und nach an einen neuen Straßenzustand gewöhnen. Die Fußgänger an die Benutzung eines Gehweges und der Autofahrer an die strikte Einhaltung der vorgeschriebenen 30 km/h oder an das vernünftige Parken in den Straßen.

Obwohl die Straßen für den Verkehr freigegeben sind, stehen noch einige Arbeiten aus, wie z.B. die Baumnachpflanzungen. Im Siedlerverein Gehrenberge wurde Rotdorn als künftiger Straßenbaum favorisiert und man hat vor, Baumpatenschaften zu organisieren.
Da ich mit Beginn der Straßenbauarbeiten an fast sämtlichen Baurapporten teilgenommen habe, kann ich schon so einigermaßen beurteilen, welche oftmals schwierigen Probleme während der Bauphase auftraten und wie immer versucht wurde, diese möglichst im engen Kontakt mit den Anwohnern zu lösen.

Daher möchte ich abschließend alle vom Straßenbau Betroffenen ermuntern, an den wöchentlich stattfindenden Baurapporten teilzunehmen. Dort hat man als Anwohner die Möglichkeit, seine den Straßenbau betreffende Fragen, Wünsche oder Beschwerden dem jeweiligen Bauleiter und anderen Verantwortlichen direkt vorzutragen.
Christel Zillmann