28. Februar 2011

RADWEGEBAU - Licht und Schatten

Radweg an der Bernauer Straße wird endlich gebaut!

Der Landesbetrieb Straßenwesen, Außenstelle Eberswalde, hatte zu einer Anliegerversammlung geladen um über die weitere Realisierung eines begonnenen Bauvorhabens zu informieren.
Nunmehr sollen Anfang April 2011 die Arbeiten  wieder aufgenommen und der 3 .Bauabschnitt der Bernauer Straße mit kombiniertem Geh- und Radweg zügig vollendet werden.
Das ist auch ein schöner Erfolg der Bürgerinitiative für den Radwegbau, die allen Beteiligten ganz herzlich für deren Engagement dankt. Allen voran Frau Thomas, die unermüdlich unterwegs war und  zahlreiche Unterstützer für das Bauprojekt gewann. So konnte den Bauzuständigen zur Anliegerversammlung eine Mappe mit weiteren fast 500 Unterschriften übergeben werden, nachdem sich Infrastrukturminister Vogelsänger bei seinem Vor-Ort-Besuch im April 2010 bereits von den ihm übergebenen 732 Unterschriften beeindruckt zeigte und die Bürgerinitiative würdigte.
Der schönste Dank an alle, die sich hartnäckig für die Vollendung des Bauvorhabens eingesetzt haben, wird  aber eine neue Straße mit Geh- und Radweg und die damit verbundene höhere Verkehrssicherheit  für alle Bürgerinnen und Bürger  sein.

Radweg an der L 200 weiter in der Warteschleife?
Zu diesem Reiz-Thema wurde eigentlich schon fast alles und immer wieder gesagt. Doch die in jüngster Zeit von der MOZ veröffentlichten Zuschriften aber auch Briefe an das zuständige Ministerium in Potsdam weisen darauf hin, dass die Geduld der Bürger, die sich für diesen Radweg seit Jahren engagieren, nicht weiter strapaziert werden sollte.

Waren wir nicht schon mal ein Stück weiter?
Im Juni 2009 übergaben Vertreter der Bürgerinitiative gemeinsam mit Frau Stark im Potsdamer Landtag dem damaligen Infrastrukturminister Dellmann die mit 1900 Unterschriften untersetzte Forderung, den Bau des Radweges an der L200  zu beschleunigen. Weshalb unsere Landtagsabgeordnete uns jetzt über die MOZ wissen lässt, dass es „der falsche Weg“  sei, den Druck auf das Land zu erhöhen, verstehe wer will.
Ihr neuer Vorschlag, dass nun die Kommune den Radweg baut und dafür bis 75 Prozent Förderung vom Land erhält, scheint ja auf den ersten Blick verlockend zu sein. Doch zum einen ist das Bauamt zurzeit gar nicht in der Lage, ein derartiges Vorhaben zu realisieren. Zum anderen würde ein Radweg  für die Radfahrer überhaupt nichts bringen, der nach etwa 400 Meter an der Ortsgrenze zu Bernau endet.
Andere Gemeinden, wie die Stadt Biesenthal, Ahrensfelde oder Wandlitz erhöhen durchaus ihren „Druck auf das Land“ und fordern, dass endlich die notwendigen Entscheidungen getroffen werden.

Es kann nicht oft genug wiederholt werden, dass ein Radweg an der L200 von Schwanebeck bis Bernau unabdingbar ist für eine höhere Verkehrssicherheit aller Benutzer.
Der Panketaler Bürgermeister, Herr Fornell, hat den Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft, Herrn Jörg Vogelsänger, zum 28. März 2011 zu einer Informationsveranstaltung in die Grundschule Schwanebeck eingeladen. Dort soll es hauptsächlich um den Ausbau der Autobahn A10 und die Umgestaltung des Autobahndreiecks Schwanebeck gehen. Es versteht sich, dass es hier einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem von uns gefordertem Radweg gibt. Wenn nämlich, wie geplant, die A10  sechsspurig ausgebaut wird, ist eine Zunahme des Straßenverkehrs über die L 200 unvermeidbar und ein Radweg noch dringlicher.

Hängt wirklich alles am fehlenden Geld!?
Vielleicht könnte sich der Minister für den Straßenbau ja mit unserem Vorschlag anfreunden, die für eine „Umbenennung“ des Autobahndreiecks Schwanebeck geplanten Gelder in den Radwegbau „umzuleiten“?  Die Benutzer der Landestraße Nummer 200, allen voran die Rad fahrenden Schülerinnen und Schüler zwischen Bernau und Panketal wären ihm dafür sehr dankbar.

Christel Zillmann