8. Mai 2012

Panketaler S-Bahn-Initiative macht (Ein)-Druck

Der öffentliche  Personennahverkehr in der Region Barnim-Uckermark  war Thema einer Konferenz, die der Verkehrsverbund  Berlin-Brandenburg am 2.Mai  in Eberswalde veranstaltete.
Die Panketaler Initiative für die Verkürzung des 20-Minuten-Takts der S2 nutzte diese Gelegenheit, die Tagungsteilnehmer, darunter verantwortliche Vertreter aus dem Brandenburger Infrastruktur Ministerium und dem VBB,  über  ihre Ziele und  bisherigen Aktivitäten zu informieren. Starken  Eindruck machte offensichtlich die Mitteilung, dass in Panketal und Bernau seit Ende Januar nicht weniger als 5156 Unterschriften für eine Taktverkürzung in den Hauptverkehrszeiten gesammelt wurden.

Dass die angestrebte  und tausendfach gewünschte Verkürzung der Taktzeiten noch  lange nicht auch den realen Fahrplan bestimmt, ist auch den Initiatoren der Unterschriftenaktion wie den auf die S-Bahn  angewiesen Pendlern klar.
Doch es ist ein erster Schritt dahin, wenn auf der Regionalkonferenz anerkannt wurde, dass es in dieser Frage bei  der S-Bahn einen dringenden Handlungsbedarf  gibt. Man darf gespannt sein, welche konkreten Schritte zu  einer  fahrgastfreundlichen  S-Bahn folgen werden.
Zur Entspannung der gegenwärtigen Situation (z.B. überfüllte Züge)  wurde zugesagt, dass ab 3.Juni 2012 die S-Bahn auf der Linie 2 von Bernau über Zepernick und Buch wieder in der vollen Zuglänge fahren wird! Wir hoffen, dass dieses Versprechen auch eingehalten wird und sind zugleich entschlossen, die Unterschriftenaktion fortzusetzen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die zahlreichen Unterstützer, die zum bisherigen Erfolg der Initiative beigetragen haben. Darunter Mitarbeiter in der Stadt-bzw. Gemeindeverwaltung Bernau und Panketal. Vereine, Apotheken, Schulen und Kindertagesstätten, Gaststätten, Gewerbetreibende und viele Menschen, die sich als fleißige Unterschriftensammler engagieren.
Christel Zillmann

12. Februar 2012

Neue Initiative erfährt breite Zustimmung

Christel Zillmann (links) und andere Mitglieder der Panketaler Linken beim Sammeln von Unterschriften auf dem S-Bahnhof Zepernick. (Foto: S. Scheibe, MOZ)

Wenn Menschen trotz eisiger Kälte freiwillig an einer Unterschriftensammlung teilnehmen, wenn immer wieder nachgefragt wird, wo man sich in Unterschriftenlisten eintragen kann, darf man wohl annehmen, dass diese Unterschrift auch ein wichtiges persönliches Anliegen betrifft.
Seit die neue Initiative der Panketaler Linken für die Verkürzung des 20-Minuten-Takts der S-Bahn am 23.Januar 2012 gestartet wurde, nahm die Anzahl der Unterstützer täglich zu. Es ist, als hätten viele Nutzer der S-Bahn auf diese Möglichkeit gewartet, der Forderung nach einem kundenfreundlicheren Verkehrsmittel den nötigen Nachdruck zu verleihen.

Wir handeln in der festen Überzeugung, dass auch Unterschriften mit dazu beitragen, berechtigtem Bürgerwillen Gehör zu verschaffen. Bestärkt hat uns darin die Unterschriftensammlung für den Einbau eines Personenaufzuges am Bahnhof Zepernick. Die gesammelten 2500 Unterschriften haben ganz sicher die Verantwortlichen der Bahn beeindruckt und geholfen, dass es am Bahnhof Zepernick endlich einen Personenaufzug gibt. Das war übrigens eines der im kommunalen Wahlprogramm der Partei DIE LINKE gesetzten Ziele.
Ebenso enthält unser Wahlprogramm auch das Versprechen, sich für die „Einführung des 10-Minuten-Taktes bei der S-Bahn im Berufsverkehr“ einzusetzen.

Wir sind uns bei diesem Vorhaben auch der Unterstützung durch die Bürgermeister von Panketal und Bernau sicher, die sich schon 2007 in dieser Angelegenheit an die DB AG gewandt haben. Und wir sehen uns darin auch bestärkt durch die Fraktion DIE LINKE in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung, die alle Bernauer aufgerufen hat, sich an der Unterschriftenaktion zu beteiligen. Ebenso willkommen ist uns die Unterstützung unserer Initiative durch Panketaler Vereine, Schulen und Kindertagesstätten, Gaststätten u.a. und nicht zuletzt durch Gemeindevertreter und Sachkundige Einwohner aller Fraktionen. Auch der Ortsverband der Panketaler CDU bekundete, die Initiative tatkräftig zu unterstützen und damit zugleich ein eigenes Vorhaben zu realisieren.

Die aktive Mitarbeit ist auch dringend erforderlich, denn wir wollen unbedingt möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für eine Unterschrift gewinnen. Wir hoffen, die für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr und die S-Bahn Verantwortlichen, also die Deutsche Bahn AG und den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, davon zu überzeugen, dass die Reduzierung des 20-Minuten-Takts der S2 dringend notwendig ist und in die Planung der Bauvorhaben der nächsten Jahre aufgenommen wird.

Die Aktion macht gerade jetzt Sinn, weil ab 2013 die Brücken an der S-Bahnstrecke erneuert werden sollen. Wir wollen erreichen, dass mit Blick auf die Zukunft gebaut wird, ganz im Sinne des Integrierten Verkehrskonzepts der regionalen Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim.

Wir alle brauchen eine zuverlässige und benutzerfreundliche S-Bahn als wichtiges Verkehrsmittel in unserer Region und eine weitere Verbesserung des ÖPNV im südlichen Barnim. Reden über die Bedeutung des ÖPNV wurden genug gehalten. Was wir brauchen sind Taten, sind konkrete, zielführende Schritte. Wir haben deshalb auch ein erstes Etappenziel abgesteckt: Mitte Mai 2012 findet die alljährliche Regionalkonferenz des VBB für den Barnim statt. Bis dahin hoffen wir auf viele gefüllte Unterschriftenlisten, die die Verantwortlichen bei Bahn und VBB nachhaltig zu beeindrucken vermögen.

Unterschriftenlisten liegen aus im Foyer des Rathauses Panketal, in der Bibliothek sowie in den umliegenden Einrichtungen und Geschäften.

Christel Zillmann