10. Oktober 2013

Halbstundentakt zwischen Eberswalde und Berlin?

Antwort der Deutschen Bahn auf Anfragen von Dagmar Enkelmann (DIE LINKE)

Ende August hatte Dagmar Enkelmann den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für Brandenburg, Dr. Joachim Trettin, zu einem Vor-Termin an den Bahnhof Bernau eingeladen. Nach  Besichtigung des Bahnhofs samt Fahrradparkhaus übergab Dagmar Enkelmann Trettin ein Schreiben mit mehreren Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern an die Deutsche Bahn, die an sie während ihrer Sprechstunden im Sommer herangetragen worden waren. Dabei ging es u.a. um die unzureichenden Verbindungen durch den RE 3 zwischen Eberswalde und Berlin oder die Frage, ob bei einer - nicht selten vorkommenden - Störung des Regionalbahnnetzes nicht die Gleise der S-Bahn durch die Regionalbahn genutzt werden könnten.

Im Antwortschreiben an Dagmar Enkelmann erklärt Trettin seinerseits, dass zunächst die bestellenden Verkehrsverbünde VBB und VMV für eine verbesserte Verbindung Eberswalde - Berlin verantwortlich seien. Zugleich konstatiert der Konzernbevollmächtigte aber eine "deutliche Nachfragesteigerung" in dem nördlichen Bereich. Aus Sicht der Bahn würde sich deshalb ein "30 Min-Takt zwischen Berlin und Eberswalde" anbieten, heißt es in dem Schreiben. Diese Überlegungen gelte es, nun den Verkehrsverbünden nahezubringen.

Eine Nutzung von S-Bahn-Gleisen für die Regionalbahn und umgekehrt sei zwar technisch prinzipiell möglich, erklärt Trettin zur anderen Anfrage, diese wäre aber aufgrund der unterschiedlichen Stromsysteme sehr aufwendig. Solche Lösungen würden deshalb nicht einmal auf der hoch frequentierten Ost-West-Verbindung durch Berlin erwogen.
(S. a. Antwortschreiben der DB AG)