14. November 2013

In Zepernick sind Flüchtlinge willkommen –Rassisten und Nazis nicht!

Mitunter einfallsreiche "Bastelarbeiten" verdeutlichten das Motto des Abends.
"Flagge" zeigten um die 200 Gegendemonstranten.

Das wurde am Abend des 13. November eindrucksvoll bestätigt, als sich ca. 20 „Kameraden“ nahe der Zepernicker Kirche zu einer kurzfristig angemeldeten NPD-Kundgebung gegen das geplante Übergangsheim für 20 Asylbewerber zusammenfanden. Schätzungsweise 200 Gegendemonstranten gaben ihnen „die Kante“, bildeten einen Schutzwall um das noch leer stehende Gebäude für die Flüchtlinge, übertönten mit lauten Buhrufen, Trillerpfeifen, Tröten, Musik und Sprechchören das über Megaphone verbreitete Statement der Neonazis und zeigten mit Transparenten und Fahnen, dass fremdenfeindliches Gedankengut in Panketal nicht geduldet wird.

Zu dieser Gegendemonstration hatte das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit Brandenburg, DIE LINKE. Barnim und andere demokratischen Kräfte aufgerufen. Flagge zeigten die Niederbarnimer Grünen und die SPD mit ihrem Panketaler Bürgermeister Rainer Fornell. Zu den vielen Gegendemonstranten gehörten unser Kreisvorsitzender Sebastian Walter, der Vorsitzende des Bernauer Stadtverbandes der LINKEN Thomas Sohn, der Sprecher der Panketaler Basisorganisation Lothar Gierke und eine Reihe weiterer Genossinnen und Genossen. Die Linksfraktion in der Panketaler Gemeindevertretung hatte ihre für diesen Abend geplante Fraktionssitzung extra unterbrochen, um sich den Protestierenden anzuschließen.

Obwohl die Empörung über die NPD-Provokation spürbar war, blieben die Ereignisse friedlich. Allerdings musste der Verkehr an der viel befahrenden Straßenkreuzung unterbrochen und später sogar umgeleitet werden – sicher ein Ärgernis für die Verkehrsteilnehmer. Ungeachtet dessen war es richtig und notwendig zu zeigen, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und braunes Gedankengut in unserer Gesellschaft schon im Ansatz erstickt werden muss. Das gelang an diesem Abend eindrucksvoll. Und wir waren dabei!
W. K.