13. Juni 2012

Tourismuskonferenz zeigte Vielfalt der touristischen Angebote im Barnim

Unterschiedliche Akteure der touristischen Branche folgten der Einladung der  Bundestagsabgeordnete Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE), des Dezernenten  für Kreisentwicklung Carsten Bockhardt (CDU) und des Geschäftsführers der WITO GmbH Rüdiger Thunemann. Der Barnim sei kein touristisches Entwicklungsland, so Enkelmann in ihrer Begrüßung. Es habe sich aber gezeigt, dass es großen Bedarf an Erfahrungsaustausch gäbe. Dazu haben sich drei Anbieter bereiterklärt, an hand von Präsentationen ihre Projekte unter verschiedenen Gesichtspunkten vorzustellen und damit zur Diskussion anzuregen.

Den Beginn machte die Geschäftsführerin der BeSt Stadtmarketing GmbH Bernau, Franziska Hausding. Sie stellte dar, wie die vielen Vereine und städtischen Akteure das Stadtmarketing-Konzept mit Leben erfüllen. Volkmar Ritter, Leiter des Geoparks „Eiszeitland am Oderrand“ stellte sein Projekt vor. Unter dem Leitmotto „Eine Region taut auf“ will der Verein die Eiszeitgeschichte der Region (Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland) nachhaltig pflegen, bewahren, erforschen und für künftige Generationen erlebbar machen. Zum Abschluss präsentierte Dr. Peter Gärtner, Leiter des Naturpark Barnims, seine Vorstellungen für eine Interkommunale Zusammenarbeit zur nachhaltigen Regionalentwicklung.

In der anschließenden Diskussion sprach Dieter Hütte (Geschäftsführer der TMB) von Brandenburg als einer aktiven Naturbühne. Mit Hinweis auf den Naturpark Barnim, der mit seinen ca. 400 km Rad- und Wanderwegnetz als Naturpark mit S-Bahnanschluss bezeichnet werden kann, zeigte sich beeindruckt von der einheitlichen Radwegebeschilderung. Allerdings werde man künftig sich auf eine Knotenpunktbeschilderung umstellen müssen. Mittlerweile stehe auch die Frage nach der Unterhaltung der Radwege. Auf der anderen Seite müsse seitens des Landes die Finanzierung der Infrastruktur auf den Weg gebracht werden (Dirk Protzmann), denn es sei alles da, die Kommunen aber allein gelassen. Bemängelt wurden unzureichende kulinarische Angebote und fehlende Unterkünfte in Bernau (Brigitte Schneider). Die neuen Medien – Facebook, APPs usw. – sollten intensiver genutzt werden.

Drei Stunden waren im Nu vorüber. Carsten Bockhardt dankte für den anregenden Gedankenaustausch und zeigte sich überzeugt, dass nicht nur die Anbieter, sondern auch die WITO Gmbh und die TMB neue Anregungen für die künftige Arbeit mitnehmen.

Margot Ziemann