25. Juli 2013

Wandlitzer Engagement ist beeindruckend

Janet Bercher, Petra Stabenow, Dr. Dagmar Enkelmann und Mathis Oberhof (v.l.n.r.) im Gespräch über die Arbeit des Runden Tisches der Toleranz Wandlitz

… so lautete das Fazit der Bundestagsabgeordneten Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) nach ihrem Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Runden Tisches der Toleranz in Wandlitz. Anlass des Besuches im Übergangsheim für Asylbewerber war der Hilferuf des Koordinators Mathis Oberhof an die Politik, nachdem am 15. Juli in den frühen Morgenstunden eine tschetschenische Familie gegen ihren Willen nach Polen abgeschoben worden ist und bekannt wurde, dass die Familie getrennt wurde, entgegen den Festlegungen im Absatz 6 des Dublin II-Abkommens. Dr. Dagmar Enkelmann versprach, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit einem Schreiben an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu wenden und eine Lösung für die betroffene Familie einzufordern.

Angesichts des großen Engagements nicht nur der Wandlitzer Bürgerinnen und Bürger sowie der Bereitschaft der Gemeinde und des Landkreises, die Asylbewerber willkommen zu heißen, zeigte sich Enkelmann sehr beeindruckt. Die Halle der Solidarität, in der ehrenamtliche Helfer die Sachspenden annehmen, sortieren, reparieren und aufbereiten, platzt aus allen Nähten. Möbel wurden deshalb in eine Halle in Basdorf ausgelagert. Auf Nachfrage erfuhr Enkelmann, dass immer noch ganz großer Bedarf vor allem an Küchengeschirr, -mobilar sowie an elektrischen Geräten und auch Fahrrädern besteht. Für die alltäglichen Fragen wie Behördengänge, juristische Beratung oder auch nur das Einkaufen fehlen Dolmetscher, vor allem für arabische Sprachen, informierte Heimleiterin Petra Stabenow. Auch künftig bleibt es das wichtigste Ziel des Rundes Tisches, die öffentliche Meinung für die Asylbewerber und ihre Situation zu sensibilisieren. „Strikte Freiwilligkeit sei eines der Erfolgsrezepte, denn nur das, was mit Freude möglich sei, könne auch stattfinden“, so Pfarrerin Janet Berchner.

Anfragen zu Spenden richten Sie bitte unter 033397-21742 an Frau Feister.