26. Januar 2012

Schlecker-Beschäftigte dürfen nicht für die Krise zahlen

Die Drogeriekette Schlecker hat am 23. Januar 2012 einen Insolvenzantrag gestellt. Davon betroffen sind mehrere tausend Beschäftigte. Dazu erklären die barnimer Landtagsabgeordneten Margitta Mächtig und Dr. Michael Luthardt:

"Medienberichten zu Folge sind deutschlandweit zehntausende Arbeitsplätze in Gefahr, weil im Einzelhandel die Nachfrage stagniert und ein ruinöser Verdrängungswettbewerb herrscht. Schlecker hat seine Beschäftigten jahrelang überwacht und versucht, ihre Löhne zu drücken. Es wäre fatal, wenn die Beschäftigten nun auch noch die Zeche für eine gescheiterte Unternehmenspolitik zahlen sollen.

In der aktuellen Situation muss der Erhalt der Arbeitsplätze oberste Priorität haben.
Der milliardenschwere Firmeneigner Anton Schlecker ist nach unserer Auffassung in der Pflicht, mit seinem Privatvermögen zu haften und sich so am Erhalt der Arbeitsplätze zu beteiligen. Zudem ist die Mitbestimmung der Gewerkschaft und des Betriebsrates im Insolvenzverfahren geboten."