Zur Person

Andé Stahl wurde am 21. Juli 1971 in Bernau bei Berlin geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder (5, 9 und 10 Jahre alt). In Bernau arbeitet er als Rechtsanwalt in eigener Kanzlei.

Beruflich:

  • 1990 Abitur in Bernau
  • 1996 Abschluss des Jurastudiums an der HU Berlin
  • 1997 bis 1999 Referendariat u.A. am Amtsgericht Bernau und in der Stadtverwaltung Bernau
  • seit 1999 Anwalt in Bernau bei Berlin
  • seit 2004 Anwalt in eigner Kanzlei in Bernau bei Berlin

Politisch:

  • seit 1990 Mitglied der Partei DIE LINKE (bzw. Vorgängerparteien)
  • seit 1990 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Biesenthal
  • seit 2006 ehrenamtlicher Bürgermeister von Biesenthal
  • seit 2008 Mitglied des Kreistages Barnim

Privat:

  • Bücherfreund
  • Liebhaber italienischer Geschichte und Küche
  • Hörer klassischer Musik, Rosenstolz und Ärzte
  • Eisbären-Fan

 

 
29. September 2014

André Stahl ist neuer Bernauer Bürgermeister - Wir gratulieren!

Die amtierende Bürgermeisterin Michaela Weigand gratulierte dem Wahlgewinner bei der Wahlparty im Café am Steintor und bot ihm ihre Zusammenarbeit an. (Foto: F. Müller)

Der von der Bernauer LINKEN nominierte Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Hussitenstadt, André Stahl, hat es in der Stichwahl geschafft: Mit 7629 Stimmen setzte er sich gegen die amtierende Bürgermeisterin Michaela Waigand, die 4945 Stimmen auf sich vereinen konnte, durch. Bei einer Wahlbeteiligung von rund 40 % wurde zudem das notwendige Quorum von 15 % der Wahlberechtigten bei weitem überschritten. Damit gelang es der LINKEN erstmalig, den Chefsessel im Rathaus zu erobern.
Stahl hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt mit konstruktiven Vorschlägen zur Lösung des Streits um die sogenannte Altanschließerproblematik ins Gespräch gebracht, was wohl letztlich den Ausschlag für die hohe Zustimmung der Wähler brachte. Zudem enthielt sein Wahlprogramm eine Reihe neuer Ideen, um Bernau zu einer noch lebens- und liebenswerteren sozialen Stadt zu machen.

Die Vorsitzende der Linksfraktion in der SVV, Dagmar Enkelmann, und der Vorsitzende des Stadtverbandes der LINKEN, Thomas Sohn, gratulierten dem neuen Amtsinhaber und versprachen ihm volle Unterstützung bei der Erfüllung seiner verantwortungsvollen Tätigkeit.

16. September 2014

Bürgermeisterentscheidung verlangt nach einer Stichwahl

Die Bernauerinnen und Bernauer haben es am 14.09.2014 wahrlich spannend gemacht. Gegen 21 Uhr war klar, dass die amtierende Bürgermeisterin Michaela Waigand und der Kandidat der LINKEN, André Stahl, Kopf an Kopf über die Ziellinie gehen werden.

Herr Stahl erhielt 5.531 Stimmen und Frau Waigand, die von einem überbreiten Bündnis von CDU über SPD, Grünen, Piraten und der Freien Fraktion unterstützt wird, erhielt lediglich 63 Stimmen mehr. Auf dem dritten Platz landete der ehemalige Kämmerer Bernaus, Herr Hennig, mit 4.023 Stimmen.

Am 28.09.2014 wird es nun zu einer Stichwahl kommen. Gewählt ist derjenige Kandidat, welcher mehr als die Hälfte der Stimmen erhält und damit gleichzeitig mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten auf sich vereinen kann. Die Wahlunterlagen vom 14.09.2014 behalten ihre Gültigkeit. Wer am 14.09.2014 eine Briefwahl gemacht hat, bekommt erneut Briefwahlunterlagen zugeschickt.

André Stahl: "Bernau gestalten – nicht nur verwalten"

Für mich ist Politik als Bürgermeister das Austarieren der unterschiedlichen Interessenlagen, das Durchsetzen des Machbaren. Hierbei darf allerdings der Kommunalpolitik - also der Stadtverordnetenversammlung - die Entscheidungsfreude nicht genommen werden. Wir brauchen ein Miteinander von Verwaltung und Stadtverordneten. Wichtig ist mir, dass die politische Willensbildung in der SVV stattfindet. Dazu sind aus meiner Sicht beispielsweise die Sitzungsabstände zu verringern und die Sitzungen kürzer und dadurch lebhafter zu machen. Das wirkt sich direkt auf das Verwaltungshandeln im Rathaus aus.

Am Ende von Diskussionen müssen Entscheidungen stehen. Vorschläge dürfen nicht endlos zerredet werden. Die politische Willensbildung muss für die Bürgerinnen und Bürger transparent und damit leicht nachvollziehbar sein. Vor Allem bei wirklich wichtigen Fragen der Kommunalpolitik sind die Einwohnerinnen und Einwohner frühzeitig zu beteiligen. Das hilft, auf allen Seiten die Akzeptanz und das gegenseitige Verständnis zu erhöhen. Dies gilt besonders bei Straßen- und anderen Bauprojekten.

In der Kommunalpolitik strebe ich stets an, dass viele an einem Strang ziehen, möglichst auch noch in eine Richtung ;-).

Das möchte ich zusammen mit Ihnen für Bernau erreichen:

  • Bernau als soziale Stadt weiter entwickeln,
  • attraktives Wohnen für alle Generationen fördern,
  • das hohe Niveau der sozialen Einrichtungen halten und ausbauen,
  • die Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner an den politischen Entscheidungen stärken,
  • beim seit Monaten kontrovers diskutieren Thema Wasser/Abwasser möchte ich zusammen mit der Stadtverordnetenversammlung und dem WAV einen Kompromiss für die Altanschließer_innen suchen und durchsetzen,
  • die Bernauer Verkehrsprobleme lösen
  • Verbesserung des Radwegenetzes und der Bus- und Bahnverbindungen
  • die Vielfalt Bernauer Vereine, bspw. in den Bereichen Kultur und Sport möchte ich erhalten und das Vereinsleben stärken,
  • das Image Bernaus als eine lebens- und liebenswerten Stadt weiterentwickeln,
  • Bernaus als Stadt im Grünen stärken, bspw. im Naturpark Barnim und im Panke-Park,
  • das schnelle Internet in allen Stadt- und Ortsteilen ausbauen,
  • die Wirtschafts- und Gewerbeansiedlung aktiv befördern, regionale Unternehmen stärken,
  • die Verwaltung gemeinsam mit den engagierten Mitarbeiter_innen modernisieren und
  • energisch und kraftvoll die Interessen Bernaus gegenüber Kreis und Land vertreten.