3. Mai 2016

1. Mai-Feiern im Zeichen der Solidarität

Im Demonstrationszug u. a. Lutz Kupitz (2.v.l.) und Sebastian Walter (3.v.l.)

Trotz z. T. widriger Umstände zog es auch in diesem Jahr Tausende Bürgerinnen und Bürger im Barnim zu den verschiedenen Mai-Veranstaltungen, die vom Kreisverband der LINKEN aktiv mitgestaltet wurden.
In Eberswalde stand abermals das Ringen um den Erhalt des Bahnwerkes im Mittelpunkt. Der DGB hatte deshalb aufgerufen, zu Beginn des Tages an einem Demonstrationszug vom Gelände des Bahnwerkes zum Marktplatz teilzunehmen. Dem Aufruf waren Mitarbeiter des Bahnwerkes, Vertreter von Gewerkschaften und Parteien, darunter der LINKEN, gefolgt. Der Zug der Demonstranten wurde u. a. von Ralf Christoffers, Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag, gemeinsam mit Abgeordneten der SPD und Bündnis90/Die Grünen angeführt. Mit dabei waren unser Kreisvorsitzender Sebastian Walter, der Vorsitzende der Linksfraktion im Kreistag Lutz Kupitz sowie Vertreter des Stadtverbandes. Auf der sich anschließenden Kundgebung auf dem Marktplatz Eberswalde betonten die Redner, dass überhaupt nur durch die Solidarität aller Beteiligten von der Stadt über den Kreis bis zum Land ein Verhandlungsstand zum Bahnwerk erreicht werden konnte, der berechtigte Hoffnung auf den Erhalt des Standortes macht.
Eine solche Solidarität sollte nicht nur auf diese Frage beschränkt sein, sondern angesichts der sozialen Unterschiede im Land auch andere Bereiche erfassen.

Thomas Sohn während seiner Begrüßungsansprache beim Fest der LINKEN in Bernau

Dieser Gedanke wurde von Thomas Sohn, Vorsitzender des Stadtverbandes der LINKEN in Bernau, in den Mittelpunkt seiner Begrüßungsrede auf dem Fest der LINKEN in der Bürgermeisterstraße betont. Solidarität müsse, so der Redner, zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, zwischen Einheimischen und Geflüchteten, zwischen Schwachen und Starken herrschen. Nur so könne denjenigen entgegengetreten werden, die für Lohndumping, Missbrauch von Leiharbeit und Werksverträgen, für Rentenkürzungen und einen Niedriglohnsektor, für deutsche Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen, für das Erstarken von Nationalismus und Rassismus verantwortlich zeichnen.
Ralf Christoffers hob etwas später in einem Frage-Antwort-Statement hervor, dass die rot-rote Landesregierung weiter an der Erhöhung des Mindestlohns für öffentliche Aufträge festhalte. Noch in diesem Jahr soll er in Brandenburg auf 9,- € die Stunde angehoben werden. Hinsichtlich der Begrenzung von prekären Jobs erinnerte er an Festlegungen im Jahr 2012, die nun auch verstärkt im Pflegebereich Anwendung finden sollen. Generell würden diese Themen auch immer wieder im Bundesrat von der Landesregierung auf die Tagesordnung gesetzt, wobei andere Parteien in der Regel nicht mitziehen.

Obwohl sich der DGB in diesem Jahr auf die Feierlichkeiten in Eberswalde konzentriert hatte und der Marktplatz in Bernau durch einen „Schlemmermarkt“ besetzt war, waren die IG Bau, die AWO und weitere Organisationen unserer Einladung zum Fest gefolgt und mit eigenen Ständen vertreten. Der Sänger Steffen Jaekel sorgte für gute Stimmung und animierte die Besucher zu dem einen oder anderen Tänzchen. Familie Neumann hatte wieder die gastronomische Betreuung übernommen und versorgte die Besucher mit Grillwurst, Kartoffelsalat und Getränken. Die Linksfraktion in der Bernauer SVV hatte zudem zum „roten Frühstück“ geladen, das dankbar angenommen wurde.
So wurde es letztlich doch noch ein richtiges Fest, wenn auch nicht ohne ein paar traurige Gedanken. Beispielsweise blieb die Frage unbeantwortet, warum es nicht gelang, ein paar Neubürger hinzuzuziehen. Solidarität zeigt sich schon in kleinen Dingen des Alltags …
W. Kraffczyk/L. Kupitz

Am Infostand der LINKEN gab es u. a. die neue Ausgabe der "Offene Worte".
Bürgermeister André Stahl (r.) nahm sich ebenfalls die Zeit - hier mit Sören-Ole Gemski im Gespräch.
Fam. Neumann schenkte ein ...
Steffen Jaekel sorgte für gute Laune.
T. Sohn "stellte" Ralf Christoffers "zur Rede".
Auch in Werneuchen waren unsere GenossInnen mit einem Infostand vertreten.