4. Mai 2015

1. Mai-Feiern 2015

DIE LINKE war auch in diesem Jahr gemeinsam mit den Gewerkschaften tragende Kraft bei der organisatorischen Vorbereitung und Durchführung der 1. Mai-Feiern. Wir nutzten die Gelegenheit die neue Kampagne der Partei "Das muss drin sein", die am Vortag von unseren Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger vorgestellt wurde, publik zu machen. Hauptforderungen sind:

  • Befristung und Leiharbeit stoppen!
  • Mindestsicherung ohne Sanktionen statt Hartz IV!
  • Arbeit umverteilen statt Dauerstress und Existenzangst!
  • Wohung und Energie bezahlbar machen!
  • Mehr Personal für Bildung, Pflege und Gesundheit!

Am Infostand der LINKEN in Bernau wurden Zettel verteilt, auf denen jeder seine persönlichen Vorstellungen notieren konnte, was in einem reichen Land wie Deutschland "drin sein muss". Und viele beteiligten sich. Viele Antworten deckten sich mit den Forderungen der Kampagne und zeigten uns, das sind die richtigen Themen zum richtigen Zeitpunkt. An anderen wichtigen Forderungen, die genannt wurden, bleibt DIE LINKE dran, wie z.B. die Inklusion von Menschen mit Behinderungen und endlich die Durchsetzung der Rentenangleichung.

In Bernau erinnerte der Vorsitzende unseres Stadtverbandes Thomas Sohn in seiner Begrüßungsansprache daran, dass sich die Themen der 1. Mai-Feiern seit 125 Jahren nicht wesentlich geändert haben. Nach wie vor steht im Zentrum der Kampf um die Rechte der Arbeitnehmer. Und Janine Balder, Sekretärin der Gewerkschaft ver.di im Bezirk Berlin und Uckermark/Barnim, verwies in ihrer Rede auf die gegenwärtig stattfindenden Arbeitskämpfe in Berlin und Brandenburg, darunter die Auseinandersetzungen an der Brandenburg-Klinik oder auch der Kampf um den Erhalt des DB-Werkes in Eberswalde, und zog eine Parallele zur LINKEN-Kampagne "Das muss drin sein".

In Eberswalde stand die 1. Mai-Kundgebung ganz im Zeichen der Proteste gegen die geplante Schließung des Bahnwerks Eberswalde. Sie begann mit einer Demo mit Start am Tor des DB-Werkes zur Kundgebung auf dem Marktplatz. Dort ergriff auch die brandenburgische Arbeitsministerin Diana Golze (DIE LINKE) das Wort. Mit Blick auf die Losung "Das muss drin sein" erklärte sie: „Wir brauchen starke Gewerkschaften, die für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne kämpfen. Befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit und Minijobs, Zeitdruck und Überlastungen scheinen in der heutigen Arbeitswelt fast zur Normalität zu gehören. Damit dürfen wir uns nicht abfinden. Gemeinsam müssen wir neu vermessen, wie wir arbeiten und leben wollen. Wir wollen gute und sichere Arbeit, von der die Beschäftigten und ihre Familien gut leben können.“

Mit einem bunten Programm für die ganze Familie, mit Musik, Gesang und Tanz, Bratwurst und reichlich Getränken jeglicher Art ging der Tag in Eberswalde, Bernau und anderswo im Barnim zu Ende. Und DIE LINKE hatte wieder ein Zeichen gesetzt...

W. K.