Der neue Stadtvorstand

Der neue Stadtvorstand: Martin Günther, Bärbel Mierau, Dr. Siegfried Hegenbarth, Thomas Sohn und Sören-Ole Gemski (v.l.n.r.). Margot Ziemann, H.-G. Spangenberg und Benno Schwigon konnten nicht an der Versammlung teilnehmen.
 

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13. September 2016

Bernau gedachte der Opfer von Krieg und Gewalt

Blumen werden am Denkmal für die Opfer des Faschismus niedergelegt.
Thomas Sohn (l.) bei seiner Ansprache

Der Stadtverband der Bernauer LINKEN hatte für den 11. September zum stillen Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg anlässlich des Weltfriedens- und Anti-Kriegstages aufgerufen. Am Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Bahnhofsvorplatz in Bernau wurden Blumengebinde niedergelegt.

In seiner Ansprache erinnerte der Vorsitzende des Stadtverbandes, Thomas Sohn, daran, dass bereits seit 71 Jahren im September Gedenkveranstaltungen dieser Art in Deutschland, wenn auch in Ost und West unterschiedlich ausgerichtet, stattfinden. Er betonte: "Der heutige Gedenktag für die Opfer von Faschismus und Krieg ist auch ein Tag des Nachdenkens, ein Tag, an dem man sich besinnen sollte, der Menschen gedenken sollte, welche in der schweren Zeit des Hitlerfaschismus Zivilcourage gezeigt haben, die Widerstand geleistet haben, auch mit dem Wissen, dass Sie dafür mit dem Leben bezahlen müssen." Ihr Vermächtnis sei aktueller denn je.

"Denn", so der Redner, "steht wieder die Frage nach Krieg oder Vergeltung, wieder werden Unschuldige dadurch getroffen. Wieder sind Menschen, über 60 Millionen, auf der Flucht vor den Schrecken des Krieges und des Terrors. Diese brauchen unsere Solidarität. Neben der Solidarität gilt es aber auch gleichzeitig die Ursachen der Flucht, Krieg und Terror zu beseitigen."
Der Welt werde wieder ein Szenario vorgegeben, in dem Krieg bzw. militärische Vergeltungsschläge - sei es in Syrien, in Irak oder in der Ukraine - als einziger Ausweg gewiesen werden. Er stellte die rhetorische Frage: "Eine Vergeltung mit Waffen? Eine 'Demokratie' auf den Spitzen von Bajonetten?"

Thomas Sohn stellte klar: "Das ist nicht unsere Auffassung vom Zusammenleben der Völker und vom Lösen von Problemen in der Welt. Kriege und Bomben verschärfen nur die Gewalt und erzeugen Gegengewalt und neuen Terror. Sie geben Radikalen dadurch die Möglichkeit sich zu formieren und über neue Gewalt Ihre Ziele durchzusetzen.
Hier muss auch unser Land, Deutschland, eine Kurswechsel vornehmen. Wir sind der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Wir sind somit ein Teil des Problems."

Aber es gelte auch rassistischen und nationalistischen Tendenzen im eigenen Land die Stirn zu bieten. "Wir LINKEN und die Teilnehmer des Gedenkens am Sonntag, den 11.09.2016, stehen gemeinsam mit vielen anderen für eine gewaltfreie Welt," betonte der Redner zum Abschluss.