Der neue Stadtvorstand

Der neue Stadtvorstand: Martin Günther, Bärbel Mierau, Dr. Siegfried Hegenbarth, Thomas Sohn und Sören-Ole Gemski (v.l.n.r.). Margot Ziemann, H.-G. Spangenberg und Benno Schwigon konnten nicht an der Versammlung teilnehmen.
 

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26. April 2016

Bernauer LINKE nominierte Kandidaten für Ortsbeiratswahl

Stadtvorsitzender T. Sohn bei seiner Begrüßungsansprache.
Sören-Ole Gemski stellte Thesen des Wahlprogramms der LINKEN für die Ortsbeiratswahl vor.

Am 22. April fand im Bauhausensemble die Mitgliederversammlung des Bernauer Stadtverbandes der LINKEN zur Aufstellung der Kandidatenliste für die Wahl des Ortsbeirates für den neuen Stadtteil Waldfrieden statt. Stadtvorsitzender Thomas Sohn erinnerte in seiner Begrüßungsansprache an die historische Bedeutung des Gebäudekomplexes als ehemalige Bundesschule der Gewerkschaften und schlug einen Bogen zum Solidaritätsgedanken in der Gegenwart gegenüber den geflüchteten Neubürgern, die vor allem hier im Ortsteil Unterkunft gefunden haben.

Nach der Wahl des Tagungspräsidiums, der Wahl- und Mandatsprüfungskommission sowie der Annahme von Tages-, Geschäfts- und Wahlordnung stellte Sören-Ole Gemski, Mitglied des Stadtvorstandes der Partei und der Linksfraktion in der Stadtverordnetenversammlung, Thesen des Programmentwurfs vor, mit dem der Stadtverband in die Ortsbeiratswahl am 10. Juli gehen will. Anknüpfend an die gute Entwicklung des Stadtteils, die sich u. a. in der Rekonstruktion des Bauhausdenkmals, der Ansiedlung von kleinen und mittleren Unternehmen und im Zuwachs an Einwohnern zeigt, geht es der LINKEN um die weitere Ausgestaltung des Ortsteils und die Lösung von Alltagsproblemen. Dabei setzt sie auf die bewährte Zusammenarbeit mit ortsansässigen Vereinen, Gewerbetreibenden und den Bürgern. So soll gemeinsam ein Ortsentwicklungskonzept erarbeitet und Vorschläge für den Ausbau der Infrastruktur, insbesondere hinsichtlich der Einkaufsmöglichkeiten und der Gastronomie, unterbreitet werden. Unabdingbar ist zudem die Verbesserung des ÖPNV, die Anbindung des Ortsteils mit öffentlichen Verkehrsmitteln an das Stadtzentrum. Ferner will sich DIE LINKE für eine weitere gedeihliche Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens durch Förderung der Tätigkeit der Vereine und Einrichtungen wie des „SV Grün-Weiß-Bernau“, der „Waldstrolche“ oder der Wohnungsgenossenschaft GeWaWo einsetzen. Nicht zuletzt wird DIE LINKE gute nachbarschaftliche Beziehungen mit den Übergangsheimen, den Ausbau der Kontakte zu und eine rasche Integration der geflüchteten Neubürger befördern.

In der anschließenden Diskussion wurde darüber hinaus darauf hingewiesen, dass der Ortsteil u. a. durch das rekonstruierte Freibad entwicklungsfähige touristische Potenziale besitzt. Außerdem sollte die Bedeutung des Ortsteils als Bildungsstandort sowie als Refugium der Jägerschaft stärker beachtet werden. Insgesamt wurden die Thesen des Wahlprogramms einstimmig angenommen.

Bei der Aufstellung der Kandidaten für die Ortsbeiratswahl blieb Sören-Ole Gemski letztlich allein. Mehrheitlich befürworteten zudem die Versammlungsteilnehmer sich auf eine Kandidatur zu konzentrieren. Bei der Abstimmung erhielt Gemski – bei einer Gegenstimme – das Vertrauen der Stimmberechtigten.
W. Kraffczyk

Blick in den Versammlungsraum im Meyer-Wittwer-Haus.
Die Urne für den geheimen Wahlgang