13. Mai 2013

Lesung gegen das Vergessen

Aus Anlass des 80. Jahrestages der schändlichen Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz, lud die Bundestagsabgeordnete Dr. Dagmar Enkelmann (DIE LINKE) zu einer Lesung gegen das Vergessen in die Bernauer Galerie. Unter der Losung „Wider dem undeutschen Geist“ wurden 1933, organisiert von der deutschen Studentenschaft, Bücher von Schriftstellern und Wissenschaftlern verbrannt, deren Werke unbequem waren. Gemeinsam mit Felix Schwarzholz (Gymnasium Panketal), Franziska Hausding (BeSt Stadtmarketing Bernau GmbH), Prof. Jürgen Elsner (Panketal), Sylvia Pyrlik (Buchhändlerin) und Burckhard Ackermann (Ahrensfelde) las Enkelmann aus Novellen und Erzählungen sowie Gedichte von Erich Kästner, Ernst Gläser, Maxim Gorki, Ernst Busch und Egon-Erwin Kisch.

In ihren einführenden Worten erinnerte die Leiterin der Galerie Judith Klage daran, mit welcher Vehemenz die Nationalsozialisten gegen die großen Werke der deutschen Kultur vorgingen. Mögen nie wieder Bücher brennen, denn schon Heinrich Heine sagte im Jahr 1817: „Das war ein Vorspiel nur. Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ – was sich einhundert Jahre später als traurige Wahrheit herausstellte.