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Barnimer Kreisverband DIE LINKE mit neuer Führungsmannschaft

Die anwesenden Mitglieder des neuen Kreisvorstandes: Thomas Sohn, Marco Skupien, Karin Wagner, Frank Müller, Bärbel Mierau, Sebastian Walter (2. Reihe), Sabine Stüber

In einer zeitaufwändigen Prozedur mit mehreren Wahlgängen entschied eine Kreismitgliederversammlung am 21. Juni in Panketal über die neue Zusammensetzung des Kreisvorstandes der LINKEN im Barnim. Große Überraschungen blieben dabei aus. Sebastian Walter, der den Kreisverband bereits seit 4 Jahren führt, wurde mit fast 97 % der Stimmen als Vorsitzender bestätigt. Seine Stellvertreter sind Sabine Stüber und Thomas Sohn. Ulrike Glanz wird weiter über die Finanzen wachen und Frank Müller hat sich nach Ansicht der fast 90 Teilnehmer in der Funktion des Kreisgeschäftsführers ebenfalls bewährt. Zu weiteren Mitgliedern wurden zudem Karin Wagner, Bärbel Mierau, Lutz Kupitz und Marco Skupien gewählt. Die Wahl von Marco gleich im ersten Wahlgang war dann allerdings doch etwas unerwartet, fand dieser junge Genosse aus Wandlitz doch erst vor kurzem den Weg zur Partei.

Die eigentliche Überraschung war jedoch die Bekanntgabe, dass André Stahl, ehrenamtlicher Bürgermeister in Biesenthal, seine Kandidatur zur Wahl des Bürgermeisters in Bernau erklärt hat. Er hatte in den vergangenen Wochen vor allem mit verschiedenen Vorschlägen zur Lösung der Altanschließerproblematik von sich Reden gemacht. Erst in der vergangenen Woche präsentierte er dafür einen Kompromissvorschlag, der eine wertmäßig gestaffelte Beitragszahlung der Altanschließer für Investitionen des WAV vorsieht. Dieser Vorschlag fand breite Zustimmung und löste auch Diskussionen bei der Bürgerinitiative, die bislang nur einen konsequenten Übergang zur Gebührenfinanzierung gefordert hatte, aus. Nach Ansicht vieler Parteimitglieder hat sich André damit als Person des Ausgleichs empfohlen.
Und eine weitere Personalie wurde auf der Mitgliederversammlung verkündet: Für die anstehende Wahl der Bürgermeisters in Eberswalde geht Volker Passoke für DIE LINKE an den Start. Beide Vorschläge für die Wahl der Stadtoberhäupter in Bernau und Eberswalde wurden von mehreren Diskussionsrednern befürwortet.

Damit richtet sich der Blick des Kreisverbandes bereits auf die nächste Etappe des Wahlkampfes – Bürgermeister- und Landtagswahlen am 14. September. Wie Kreisvorsitzender Walter in seinem Rechenschaftsbericht einschätzte, hat DIE LINKE dafür eine gute Ausgangsbasis. Sie sei im Barnim mit Margitta Mächtig, Ralf Christoffers und Dr. Michael Luthardt nicht nur personell gut aufgestellt sondern habe auch in den letzten Jahren in Regierungsverantwortung eine gute Arbeit geleistet. Einführung einer Lohnuntergrenze für öffentliche Aufträge, Einstellung neuer Lehrer, Verbesserung des Personalschlüssels in den Kitas, Brandenburg als Vorreiter erneuerbarer Energien und eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen in der Bundesrepublik – das waren einige Beispiele dafür, die Walter anführte. Dagegen erweise sich die CDU als Gegner eines Mindestlohns und sei mit Blick auf die AfD nach „rechts nicht ganz dicht“. Abschließend appellierte der alte und neue Kreisvorsitzende an die Mitglieder der Partei, in den nächsten Wochen noch einmal einen engagierten Wahlkampf zu führen und unsere Kandidaten geschlossen zu unterstützen.

Zum Schluss der Versammlung oblag dem Kreisvorsitzenden noch eine angenehme Aufgabe: Er übergab neuen Mitgliedern das Parteidokument. An die 20 neue Mitstreiter – vorwiegend junge Leute - konnte der Kreisverband in den letzten Wochen begrüßen – eine willkommene Stärkung für die sicher anstrengenden kommenden Wochen.

Der Tag klang mit Currywurst und Steaks vom Grill, das eine oder andere Bier, Cola oder Mineralwasser und anderen Leckereien aus. Den Organisatoren des „Rotes Grillen“ sei an dieser Stelle gedankt.
W. Kraffczyk


Das Tagungspräsidium mit S. Walter, I. Koeppen und Ch. Zillmann (v.l.n.r.).
Die Wahlkommission hatte an diesem Tag tüchtig zu tun.
Während der Wahlgänge wurde in kleinen Gruppen weiter diskutiert - hier mit Ralf Christoffers, Margittta Mächtig und der MOZ-Redakteurin Sabine Rakitin.
Unsere Kandidaten für die Landtagswahl - R. Christoffers, M. Mächtig und Dr. M. Luthardt (v.l.n.r.)
Fleißige "Grillmeister" sorgten beim "Roten Grillen" für ständigen Nachschub.