Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Wahlstand am Spielplatz Weidendamm in Eberswalde

Junge Eltern haben - insbesondere wenn sie berufstätig sind - oftmals nicht viel Zeit, um sich intensiver um Kommunalpolitik zu kümmern. Also haben einige KandidatInnen ihren Wahlstand eingepackt, um sind am Sonntag, den 11. Mai, auf den Spielplatz im Park am Weidendamm gezogen. Während die Kinder beaufsichtigt spielen und basteln oder sich schminken lassen konnten, blieb für die Eltern Zeit, mit Kommunalpolitikern zu reden.

Auch wenn das Wetter nicht gerade zu einem Run auf den Spielplatz einlud, so gab es doch einige interessante Gespräche. Erstaunlich war für die Aktiven allerdings, dass viele junge Eltern erklärt haben, dass sie nicht wählen werden. Einen Grund dafür konnten die meisten leider nicht nennen.
Karin Wagner

Neben interessanten Gesprächen ...
... gab es auch "Kinderschminken" für die Kleinen.

Rote Tüten mit dem Aufdruck „Wählen gehen!“

Das Handgepäck sah am Donnerstagmorgen etwas ungewöhnlich aus. Ausgerüstet mit gepackten Infotüten und frischem Kaffee bestiegen die Pendler Bus und Bahn, gingen zu Fuß zur Schule oder zur Arbeit.
Kandidatinnen und Kandidaten für die Eberswalde Stadtverordnetenversammlung und den Landkreis Barnim überraschten die Berufspendler mit einem freundlichen „Guten Morgen“, frischem Kaffee und Informationsmaterial zur Europa- und Kommunalwahl im praktischen Trageformat.
Am 22. Mai 2014 werden die LINKEN erneut auf dem Bahnhofsvorplatz in Eberswalde anzutreffen sein. Diesmal am Nachmittag. Ist ja auch schön, den Daheimgebliebenen eine Überraschung von der Reise mitzubringen.
Torsten Duckert

Eberswalder Fahrradtour 2014

Halt an der B167 zur Erörterung von Lösungsansätzen für bestehende Probleme.
Voran geht es vorbildlich auf dem Fahrradweg.
Besuch bei einem Infostand der Partei.

Am 04. Mai 2014 erkundeten die LINKEN Kandidatinen und Kandidaten für Eberswalde ihre Stadt per Pedes. Auf der Fahrradtour gab es viele Informationen über realisierte und geplante Vorhaben der Stadtentwicklung.

Start war am Familiengarten. Diese 2002 für die Landesgartenschau entstandene Freizeitanlage ist gerade auf Druck der LINKEN noch heute eine städtische Anlage und konnte in den letzten Jahren touristisch weiter aufgewertet werden. Das barrierefreie Tourismuszentrum mit seiner optimalen öffentliche Verkehrsanbindung hat noch riesiges Nutzungspotantial. Bisher tagt hier beispielsweise nur der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt.

Entlang der Eberswalder Straße (B 167) ging es dann Richtung Ortsteil Finow.

Die Ruinen des ehemaligen Behördenzentrums in der Eberswalder Straße wurden durch die Bundesrepublik Deutschland verkauft. Leider ohne jegliche Investitions-verpflichtung! Alle Bemühungen der Stadt, den Eigentümer wenigstens zur Sicherung der Bauten zu zwingen, blieben erfolglos. Erfolglos war auch der Versuch, die diesbezüglichen Ausgaben der Stadt wenigstens als Schuld im Grundbuch einzutragen. Die Eigentümer haben eine derart hohe Kreditbelastung auf die Grundstücke eingetragen, dass eine weitere Beleihung nicht mehr möglich ist.
Von den Gebrüdern Grimm lernend wurde nun auf dem städtischen Straßenrandgrundstück eine Bepflanzung vorgenommen, um den Schandfleck zu verdecken. Vielleicht kommt ja mal in 100 Jahren ein Ritter oder Retter ...  

Im Ortskern Finow wurde dann das Vorhaben zur Entwicklung des historischen Dorfkernes und der Anbindung an den Finowkanal vorgestellt. Ein Stopp an der Kreuzung Biesenthaler Straße brachte gleich eine Diskussion zur so genannten „Telekomstraße“. DIE LINKE hat sich eindeutig dafür ausgesprochen diese ehemalige und heute gesperrte - baulich stark beschädigte - Straße nicht mehr für den Kfz-Verkehr zu nutzen. Eine Teilerneuerung als Radweg sollte der maximale Ausbau dieser Wegstrecke sein.

Die erste Pause vor dem Einkaufzentrum Kleiner Stern in der Schönholzer Straße wurde genutzt, um einen kurzen fachlichen Exkurs in das Einzelhandelskonzept vorzunehmen.

Weiter ging dann die Fahrt in Richtung Brandenburgisches Viertel. In diesem größten und zugleich jüngsten Neubaugebiet der Stadt sind die Spuren des Stadtumbaues deutlich sichtbar. In diesem Wohngebiet mussten bedingt durch den Verlust von ca. 15.000 Eberswaldern sehr viele Wohnungen abgerissen werden. Leider konnte sich gerade die städtische Wohnungsbaugesellschaft wie durch die LINKEN im Aufsichtsrat angeregt, nicht mit dem Gedanken anfreunden, mittels eines Teilrückbaus weitestgehend die vorhandenen Strukturen des Wohngebietes zu erhalten. Mit dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ ist es jedoch gelungen, diesem Stadtteil eine neue Perspektive zu geben.
Das neueste städtische Vorhaben ist der Ausbau der Gebäude für die Grundschule Schwärzesee. Hier hat die Stadt, obwohl zu erwarten ist, dass ab 2019 erheblich weniger Grundschulschüler eingeschult werden, die Entscheidung für den Ausbau an diesem Standort getroffen. Hinsichtlich des Schulstandortes gibt es gerade jetzt einen intensiven Dialog mit den verschiedenen Nutzern des Potsdamer Platzes. Hier sind unsere Streetworker besonders gefragt, damit künftig jedes Schulkind seinen Schulweg angstfrei bewältigen kann.

Nach dem Zwischenstopp im Brandenburgischen Viertel ging es zurück auf den Radweg der Bundesstraße B167.

Die nächste interessante Zwischenstation war das Sport- und Freizeitzentrum Baff. Diese von den Technischen Werken Eberswalde (TWE) betriebene Einrichtung kann wie jedes andere Schwimmbad nicht kostendeckend sein. Obwohl technisch und energetisch sehr gut aufgestellt, müssen die TWE jährlich ca. 1,0 Millionen Euro als Zuschuss zahlen. Bisher wurde hierfür der Erlös aus dem Verkauf der Eberswalder Stadtwerke genutzt. Doch dieses Geld ist in den nächsten Jahren aufgebraucht. Auf Antrag der LINKEN hat die StVV beschlossen, dass sich die Stadt mit jährlich mindestens 200.000 € an diesen Unkosten beteiligt. Nicht genug, um so eine wichtige Einrichtung zu unterstützen. Aufgabe der nächsten Wahlperiode wird es sein, eine dauerhafte Lösung – mit finanzieller Beteiligung Dritter, wie beispielsweise des Landkreises – zu schaffen.
 
Nächster Halt war dann an dem ehemaligen Betriebgelände der Elektrizitätswerke MEW. Mitten in der Stadt gelegen, kennen die meisten Eberswalder diese Gelände nur von außen und nur als Ruine. Das imposante Hauptgebäude ist nunmehr aus der Denkmalliste gestrichen. Allem Anschein nach gibt es jetzt Interessenten für die Neuentwicklung dieses Areals. Gemäß dem fortgeschriebenen Flächennutzungsplan soll hier vorrangig innerstädtisches Wohnen möglich werden.

Die Querung der Eisenbahnbrücke gab den Blick auf den Bahnhofsvorplatz und die neuen Kfz- und Fahrradstellplätze frei. Die Neugestaltung dieses Areals kann als gelungen eingestuft werden. Die direkte Verbindung zum Busbahnhof ist ein erheblicher Vorteil. Nachdem nun erste Mietfahrräder die Stadt erobert haben, sollte es Zeit sein, auch in Eberswalde hinsichtlich gemeinsamer Kfz-Nutzung aktiv zu werden.

Nach der Bahnhofbrücke beginnt das Sanierungsgebiet. Die historische Altstadt sowie die Bahnhofsvorstadt konnten dadurch mit Fördermitteln aus der Stadtsanierung gerettet und erneuert werden. Nicht nur barrierefrei Fußwege und modernisierte Altstadtstraßen, sondern auch die private Erneuerung von Wohngebäuden und öffentliche Einrichtungen sind dadurch förderfähig geworden. Jüngste Beispiele sind die Errichtung der Uferpromenade am Finowkanal und der Bau des Bürgerbildungszentrums Antonio Amadeo. Letzteres wird neben vielen sozialen und kulturellen Einrichtungen und Verbänden den neuen Standort der Stadtbibliothek beherbergen. Ein wichtiger Schritt zur Entlastung des kommunalen Haushaltes durch dem Entfall der Mietkosten!. Gleichzeitig ist es gelungen, diese Einrichtung mit dem ersten Neubau einer KITA zu verbinden. In den nächsten Jahren werden alle Eigentümer über Sanierungsbeiträge zur Kostenbeteiligung heran-gezogen. Schon jetzt haben viele Eigentümer ihren Beitrag vorfristig abgelöst und somit das Geld für den städtischen Anteil aktueller Vorhaben bereitgestellt.

Die Endstation der Fahrradtour war im Herzen des Sanierungsgebietes – auf dem Marktplatz. Der rollstuhlgerechte Zugang über den Kirchenhang zur Marie-Magdalenen-Kirche, der Neubau des Paul-Wunderlich-Hauses als Sitz des Landkreises, die kleinste Fußgängerzone Deutschlands, der Anbau am Museum der Adlerapotheke – alles Ausdruck der stetigen Veränderung der Stadt.
Karin Wagner