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Pandemie Nachsorge: Kinder und Jugendliche in den Fokus!!

Bernauer Linksfraktion mit vier Antragsideen, um Kindern und Jugendlichen wieder auf die Beine zu helfen.

Die letzten Wochen haben eine Atempause in der Corona-Pandemie gebracht. Diese muss genutzt werden, um die Schäden durch die Pandemie zu begrenzen bzw. zu heilen. Die Linksfraktion in Bernau hat dazu vier Anträge für die nächste Stadtverordnetenversammlung vorgestellt, die sich alle um die Pandemienachsorge drehen. Wenn wir von „Schäden durch die Pandemie“ sprechen, meinen wir nicht nur wirtschaftliche Schäden, sondern sprechen vor allem von einer Gruppe, die während der ganzen Zeit des „Lockdowns“ viel zu kurz gekommen ist: Kinder und Jugendliche. Immer mehr Umfragen und Studien zeigen, wie sehr diese Gruppe unter den Maßnahmen gelitten hat. Mit folgenden Antragsideen wollen wir Kinder und Jugendliche in unserer Stadt nun in den Fokus stellen.

Pandemie - Nachsorge: Seelische Belastungen von Kindern und Jugendlichen minimieren – Schulsozialarbeit stärken

Geburtstage und Jugendweihen können, wenn überhaupt, nur im kleinen Kreis gefeiert werden. Homeschooling und Kontaktverzicht schmelzen den Freundeskreis auf wenige Kontaktpersonen ein. All dies hinterlässt bei Kindern und Jugendlichen Spuren und führt zu psychischen Belastungen, wie zum Beispiel Einsamkeit. Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung mit dem Namen "Das Leben von jungen Menschen in der Corona-Pandemie" hat ergeben, dass sich 61 Prozent der Befragten dauerhaft oder zumindest teilweise einsam fühlen. 64 Prozent geben an, sich seit Corona psychisch besonders belastet oder zumindest teilweise belastet zu fühlen. Bei der Frage, ob sie Angst vor der Zukunft haben, sagen 69 Prozent ja.
Um diesen Folgen der Pandemie begegnen zu können, bedarf es aus Sicht der Bernauer Linksfraktion einer Stärkung der Schulsozialarbeit in Bernau um zwei Vollzeitstellen.

Pandemie - Nachsorge: Lernlücken aufholen – Nachhilfeunterricht in den Schulalltag integrieren

Eine Studie des Ifo-Institutes hat nach einer Befragung von 2000 Eltern ergeben, dass Schülerinnen und Schüler während des sogenannten „Homeschoolings“ 4,3 Stunden am Tag mit Lernen verbracht haben. Das ist eine Dreiviertelstunde mehr als im ersten „Lockdown“, aber immer noch drei Stunden weniger als vor der Pandemie. Dass das Fehlen von drei Lernstunden pro Tag Wissenslücken bei den Schülerinnen und Schülern hinterlassen hat, dürfte bei diesen Zahlen klar sein.

Besonders schlimm sind diese Lücken laut Bildungsforscher Marcel Helbig, Leiter des Arbeitsbereiches »Strukturen und Systeme« am Leibniz-Institut in Bamberg, in den Grundschulen, da Kinder dort Elementares lernen und diese Rückstände noch Jahre lang zu bemerken sein werden.

Die Fraktion DIE LINKE in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung möchte deshalb Nachhilfeunterricht in den Schulalltag integrieren. Dies soll dadurch geschehen, dass die Stadt Bernau Nachhilfelehrerinnen und Nachhilfelehrer engagiert, die an den Schulen Nachhilfeunterricht anbieten. Für die Grundschulen sollte hierbei besonders die Lesekompetenzförderung im Vordergrund stehen. Diese Nachhilfelehrer und Nachhilfelehrerinnen sollen immer zu gewissen Zeiten an der Schule vor Ort sein, um es den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, in gewohnter Umgebung an ihren pandemiebedingten Lernlücken zu arbeiten.

Pandemie - Nachsorge: Wieder gemeinsam leben – „Plansche“ und das Freibad „Waldfrieden“ kostenfrei für Kinder und Jugendliche

Besonders Kinder und Jugendliche haben während der Pandemie und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen viel ertragen müssen. Jetzt, wenn Kontakte immer mehr ermöglicht werden, sollte sich die Stadt bei den Kindern und Jugendlichen für ihr solidarisches Verhalten während dieser Zeit bedanken.

Deshalb sollen mit Wirkung zum 23.08.2021 bis zum Ende der Badesaison des Jahres 2022 die Kosten für den Eintritt in die „Plansche“ und das Freibad „Waldfrieden“ für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres von der Stadt Bernau bei Berlin übernommen werden.

Prüfauftrag: Eine Wettkampfanlage für Leichtathleten und Speedskater in Bernau

Bernau bezeichnet sich gerne als „Sportstadt“. Mit vielen Fußballvereinen in unterschiedlichsten Spielklassen, Basketball auf Bundesliganiveau, Tanzen, Handball, Skaten und vielen anderen Sportarten in der Stadt ist dieser Name auch keine hohle Phrase. Allerdings gibt es in diesem Portfolio der „Sportstadt Bernau“ zwei eklatante Lücken. Einerseits ist dies die seit Langem andauernde Diskussion um eine Schwimmhalle und dem damit verbundenen Schwimmsport, und andererseits fehlt es der Leichtathletik an einer Wettkampfanlage. Während die Schwimmhalle häufig auf der Agenda von politischen Parteien steht, wurde das Problem der Leichtathleten bisher nicht in den Fokus gerückt. Die Fraktion DIE LINKE in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung möchte dies ändern und mit diesem Prüfauftrag einen ersten Schritt zu einer multifunktionalen Wettkampfanlage in der Stadt unternehmen.

Der komplette Neubau einer solchen Anlage wird sicherlich äußerst kostenintensiv, weshalb es sinnvoll wäre, die bestehenden Anlagen - wenn möglich - auszubauen. Hierzu würde sich beispielsweise die Sportanlage hinter dem Freibad in Waldfrieden anbieten. Es existiert bereits eine Bahn für Läufer, die allerdings in keinem guten Zustand ist. Da die Bahn ohnehin in einer absehbaren Zeit erneuert werden muss, könnte sie gleich auf die erforderliche Wettkampflänge verbreitert werden. Was weiterhin für den Standort Waldfrieden sprechen würde, ist die bestehende Infrastruktur. Ein gut ausgebauter Radweg, Erreichbarkeit über den öffentlichen Personennahverkehr, eine Sporthalle mit Toiletten und vieles mehr würde die Kosten im Gegensatz zu einem Neubau massiv reduzieren.

Die Sportanlage liegt allerdings in der Verantwortung des Kreises, weshalb wir in die Prüfung auch Flächen, die nicht im Besitz der Stadt liegen, miteinschließen möchten.

Matthias Holz


Unsere SVV-Fraktion

Fraktionsvorsitzender:
Dominik Rabe

A1 Hauptausschuss:

  • Stadtverordnete:
    Dominik Rabe (Vorsitzender)
    Dagmar Enkelmann

A2 Wirtschaft und Finanzen:

  • Stadtverordnete:
    Irene Köppe,
    Sören-Ole Gemski (Stellv. Vorsitzender)
  • Sachkundiger Einwohner:
    Rainer Schulz

A3 Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr:

  • Stadtverordnete:
    Hildegard Bossmann,
    Harald Ückert
  • Sachkundiger Einwohner:
    Norbert Hollmann

A4 Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport:

  • Stadtverordnete:
    Dagmar Enkelmann (Vorsitzende),
    Matthias Holz
  • Sachkundige Einwohner:
    Nancy Bünger

Kontakt:

Stadtfraktion Bernau:

Tel.: 03338 - 907252
Fax: 03338 - 907251

Im Bürgerzentrum Bernau
Berliner Str. 17, 16321 Bernau

fraktion-bernau@dielinke-barnim.de

oder auch

bernau@dielinke-barnim.de

In einem YouTube-Video berichtete der stellv. Fraktionsvorsitzende der LINKEN in Bernau über Initiativen in der Stadtverordnetenversammlung.